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Regionale Wirtschaft


Die Herkunft von Schafwolle

 
60.000 Schafe weiden in Österreich. Die Schafhaltung in Österreich ist traditionellerweise sehr klein strukturiert, nur 25 Schafe fallen durchschnittlich auf einen Betrieb.
 

Die meisten Schafe gibt es in Tirol, Niederösterreich und der Steiermark. In Zusammenarbeit mit den hiesigen Schafzuchtverbänden oder von den Betrieben selbst wird die Schafwolle gesammelt und für unterschiedlichste Zwecke verarbeitet.

Weltweit fallen von den insgesamt 1,1 Milliarden Schafen jährlich 3 Mio. Tonnen Schafwolle als Abfallprodukt der Fleisch- und Milchproduktion ab. Die Wollsammlung bedarf einer Logistik. Fehlt diese, ist es einfacher, die Wolle auf dem Misthaufen zu deponieren. So wird weltweit 1 Million Tonnen jährlich weggeworfen.
Jene Wolle, die für die Kleidungsindustrie zu grob ist, landet ebenfalls auf der Deponie.

Dabei wächst Schafwolle bereits als Dämmstoff. Sie muss also „nur“ ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden - was aber nicht immer so einfach ist!

Wir erhalten unsere Wolle großteils aus der Steiermark und Niederösterreich und von den Bauern und Bäuerinnen aus unserer Umgebung. Die Hälfte der gesamten Produktion kommt also aus Österreich. Der Rest kommt aus allen Gegenden Europas. Um dies nachvollziehen zu können, haben wir den Betrieb Kurt Tumfart GmbH & CoKG GOTS-zertifzieren lassen (Global organic textile standard).

Die Wäsche der Schafwolle

Da die Schmutzwolle aus 60 % Wolle und 40 % aus Schweiß, Kot, Dreck und Fett besteht, muss sie dementsprechend sorgfältig gewaschen werden. Sie wird umweltfreundlich mit Soda und Seife gereinigt, um für die Weiterverarbeitung für Mensch und Natur gut verträglich zu sein. Auch der Schafsgeruch darf nicht mehr in Wand und Matratze stecken.
Für die Verarbeitung spielt die saubere Wolle ebenfalls eine große Rolle. Unser Unternehmen trifft auf die Probleme verfilzter Wolle Tag für Tag und muss sich daher auf die besten Wäschereien Europas verlassen. Eine davon liegt in Belgien. Der Grund für den Preis der Wolle lässt sich in der aufwendigen Wäsche ausmachen. Wird die Wolle zu Dämmstoff verarbeitet, wird sie in der Wäscherei mit einem Mottenschutz (Thorlan IW) ausgerüstet.

Unser langfristiges Ziel ist es, eine Wäscherei mit höchsten Standards nach Österreich zu verlagern. Bis dahin liegt aber noch ein langer Weg vor uns.

Der Traditionsbetrieb

Gelangt die gut gewaschene Wolle wieder zu uns, kommt unser jahrzehntelanges Know-how in der Textilverarbeitung zum Einsatz. Schon seit über 90 Jahren arbeitet unsere Familie in dieser Branche. Leinen, Baumwolle, Schafwolle und Flachs wurden verwebt, versponnen und vernadelt. Das Stampfen der Webstühle wird den Enkelkindern für immer im Ohr bleiben.

Wir produzieren Matratzenvliese, die zur Weiterverarbeitung in Matratzen an unsere Geschäftspartner geliefert werden (GEA, Grüne Erde, Naturfabrik Ahorn).

Die Dämmstoffe vertreiben wir großteils direkt, damit wir das Produkt nach Maß anfertigen können, und so kein Schneidewerkzeug für den Einbau notwendig ist sowie kein Verschnitt entsteht. Alle Mattenteile finden ihre Verwertung.

Zurück zum Ursprung

Im Haus hat die atmungsaktive Wolle Bestand auf Ewigkeit. Die ältesten Funde der Schafwolle sind 4000 Jahre alt.

Wird das Haus abgerissen, kommt die Wolle auf die Verrottungsdeponie – kann aber auch als Dünger im Garten aufgetragen werden. Das Gitter wird hierfür vorher entfernt.

So wird alles wieder der Natur zugeführt und dient dem Schaf wieder zur Produktion seiner Wolle.